Auch Kinder stehen oft unter Stress

 

Schulstress-hannoverEin langer Schultag und ein volles Nachmittagsprogramm. Hausaufgaben, Klavierunterricht, Fußballtraining. Das kann leicht zu viel werden. Es bleibt kaum noch Zeit zur freien Verfügung. Auch Überforderung in der Schule, Streit mit den Freunden oder Konflikte innerhalb der Familie können den Kindern zu schaffen machen. Denn bei Kindern wirkt der Stress genau so wie bei Erwachsenen.

Kleine Kinder reagieren eher körperlich auf Stress, etwa mit Bauch- oder Kopfweh. Später können ein erhöhter Angstpegel und Anspannungen bis hin zu Depressionen hinzukommen. Mädchen verschließen sich eher, Jungen neigen zu Aggressivität. Zu den häufigsten Stress Symptomen gehören Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Gereiztheit, Angstgefühle und eine geringere Fähigkeit um mit Niederlagen umzugehen.

Nach einer Anspannungsphase sollte immer eine Erholungsphase folgen, damit die Energie wieder abgebaut und der Körper wieder ins Gleichgewicht kommt. Kurzweilige Reaktionen auf aktuelle Ereignisse sind völlig normal, problematisch kann es werden wenn die Symptome länger anhalten. Stress bewirkt einen schnelleren Herzschlag, eine erhöhte Aufmerksamkeit, die Muskeln spannen an, der Atem geht schneller, feuchte Hände und einen trockenen Mund. Die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin werden über das Blut im ganzen Körper verteilt. Studien belegen, dass 60 Prozent aller Jugendlichen sich von Schule, Arbeit und Studium unter Druck gesetzt fühlen. Sie machen sich Sorgen um einen angemessenen Arbeitsplatz und haben Angst vor Armut.

Stressreaktionen treten selten alleine auf. So können starke emotionale Reaktionen zu Denkblockaden, welche zu noch mehr Stress führen. Mache Kinder fallen in der Gruppe durch aggressives oder destruktives Verhalten auf, da sie stören. Andere wirken antriebslos und erzählen wenig. Beide Reaktionen können zu Beeinträchtigungen in den sozialen Beziehungen führen. Kinder und Jugendliche, die über eine gute Stressbewältigungskompetenz verfügen und einen guten sozialen Rückhalt in der Familie und Freundeskreis haben, bewältigen leichter Belastungssituationen.

 

So können Sie Ihr Kind unterstützen:

  • Grundschulkinder sollten spätestens 20 Uhr zu Bett gehen, damit sie am nächsten Tag ausgeruht sind. Die Schlafenszeit sollte individuell festgelegt werden, da das Schlafbedürfnis von Kind zu Kind variiert.
  • Das Aufstehen sollte ausreichend Zeit entstehen lassen, so dass ein Frühstück frei von Zeitdruck eingenommen werden kann.
  • Der elterliche Stress sollte sich nicht auf das Kind übertragen, also planen Sie Ihre Tage strukturiert.
  • Eine sichere Beziehung zum Kind erleichtert es Eltern, den Gemütszustand des Kindes besser einzuschätzen.
  • Rituale wie Hörgeschichten oder kleine Geschichten erleichtern ein zur Ruhe kommen und Einschlafen. Zudem vermitteln feste Rituale Sicherheit und Beständigkeit.
  • Behandeln Sie ihr Kind altersgemäß, um Überforderungen zu vermeiden.

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